Autorenbriefe

Autorenbriefe
Lieber Autor...

litnetzwerl

litnetzwerl
#litnetzwerk

Lieblingsbeitrag

Lieblingsbeitrag
Vermählung - Rezension

Deutscher Buchpreis 2016 - Die Longlist-Leseproben

Huhu,

dieses Wochenende habe ich mich mal an den deutschen Buchpreis rangewagt. Angeblich ja die besten deutschsprachigen Bücher 2016. Allerdings nur in Form der Leseproben. 20 Bücher in einem Wochenende wäre ja doch sehr sportlich. Ich poste hier mit Absicht keine Inhaltsangaben sondern nur meinen Eindruck, so vollkommen unprofessionell halt ;)
Danke übrigens an NetGalley und das Börsenblatt, die es mir möglich gemacht haben die Leseproben zu lesen, obwohl es das Büchlein mit den Leseproben hier auf der Insel nicht gibt.

Dieser Beitrag ist sehr lang. Mehr als 900 Wörter habe ich über meine ersten Eindrücke geschrieben. Erst wollte ich euch hier nur die Highlights präsentieren, aber irgendwie kam mir das blöd vor. Also kommt hier der Mammut-Beitrag. Viel Spaß!



Akos Doma – Der Weg der Wünsche

Cover Apollokalypse von gerhard Falkner . Berlin Verlag
Quelle: Berlin-Verlag
Ich habe bei dieser Leseprobe große Probleme mit der Sprache gehabt. Die ist zwar sehr prosaisch aber eben auch sehr ausschweifend, dadurch machte es mir nicht wirklich Spaß das zu lesen. Ansonsten: Es geht um einen Kaffeetisch? Oder um ein Geburtstagsgeschenk?

Gerhard Falkner – Apollokalypse

Irgendwie ist der Schreibstil verwirrend, aber irgendwie macht er auch Lust auf mehr. Ich denke Apollokalypse wird definitiv auf meine Wunschliste wandern. Die Leseprobe wirkt so schön durchgeknallt :D

Ernst-Wilhelm Händler  - München

Hmm ja. Ich weiß nicht so recht, was ich von dieser Leseprobe halten soll. Der Schreibstil gefällt mir wirklich gut, sehr gradlinig und präzise, aber sonst? Es scheint alles so undurchsichtig, das macht einerseits Lust auf mehr und andererseits habe ich Angst, dass es niemals eine richtige Auflösung geben wird.

Reinhard Kaiser-Mühlecker – Fremde Seele, dunkler Wald

Tja, ein österreichischer Soldat, der sich über die Russen aufregt. Aber gut geschrieben ist es (und der Autor sieht auch ziemlich gut aus, nicht, dass das irgendwas zur Sache tut). Allerdings wirkt mir persönlich die Leseprobe etwas zu depressiv um das Buch lesen zu wollen.

Bodo Kirchhoff – Widerfahrnis

Ähm ja. Ich habe absolut keine Meinung zu dieser Leseprobe.  Mich stört nichts daran, aber mich begeistert auch nichts daran.

<Cover Skizzen eines Sommers von Andrè Kubiczek - rowohlt berlin
Quelle: Rowohlt Berlin

André Kubiczek – Skizze eines Sommer

Vielversprechend, sehr vielversprechend diese Leseprobe. Ich möchte gerne wissen was René jetzt mit diesen 7 freien Wochen anfängt. Liest sich auch gut.

Michael Kumpfmüller – Die Erziehung des Mannes

Es scheint um Missverständnisse zu gehen. Und um möglichst kurze Sätze. Letzteres lässt alles irgendwie gestresst und abgehackt wirken. Auf jeden Fall kein Buch, dass auf die Wunschliste wandert.

Katja Lange-Müller – Drehtür

Endlich mal eine AutorIN, ich begann mich schon zu fragen  ob die in der Welt des Buchpreises gar nicht existieren.  Allerdings wird dieses Buch nicht auf die Wunschliste wandern. Warum? Weil ich es auf Grund der ewigen Assoziationsketten unglaublich schwer zu lesen finde. Es kann natürlich sein, dass sich das noch ändert, aber die Leseprobe war nicht so meins.

Dagmar Leupold – Die Witwen

Ein Lebensentwurf in dem ich mich so gar nicht wiederfinden kann wird hier thematisiert. Aber die Schreibweise gefällt mir sehr gut, schön zu lesen ohne viel Brimborium aber trotzdem nicht ganz alltäglich.

Sybille Lewitscharoff – Das Pfingstwunder

Bewusstseinsstrom ist in, oder? Ich mag dieses Stilmittel nicht so besonders. Grade wenn es in so ein Wirrwarr aus Schachtelsätzen ausartet wie in dieser Leseprobe. Ansonsten könnte ich mir durchaus vorstellen, dass die Geschichte von diesem Pfingstwunder sehr interessant wäre.

Cover "Die Welt im Rücken" von Thomas Melle - Rowohlt Berlin
Quelle: rowohlt Berlin

Thomas Melle – Die Welt im Rücken

Ein Buch über Depression. Und: Wow. Ehrlich, die Leseprobe hat mich wirklich beeindruckt. Es kommt einfach dieses Gefühl von Lethargie rüber, das perfekt zu Depression passt. Ob ich „Die Welt im Rücken“ wirklich lesen werde weiß ich allerdings nicht. Ich könnte mir vorstellen, dass diese Art auf Dauer belastend sein kann.

 Joachim Meyerhoff – Ach diese Lücke, diese entsetzliche Lücke

Wahrscheinlich muss man um in diese Leseprobe eintauchen zu könne die Vorbände gelesen haben. Mir sind diese 5 Seiten über „Leichtigkeit“ und die Marotten von Großeltern irgendwie suspekt. Wo ist da der Inhalt? Was will mir das sagen? Wobei diese Fragen ja vielleicht im Buch beantwortet werden. Auf jeden Fall steht dieses Buch nicht auf meiner Wunschliste.

Hans Platzgumer – Am Rand

Also diese Naturschilderungen machen Spaß. Allerdings bekomme ich sonst nicht so Recht einen Zugang zur Geschichte. 200 Seiten Beschreibung wie auf diesen paar Seiten haben nämlich das Potenzial langweilig zu werden (ja, ich bin auch kein Karl May-Fan). Aber es wird ja eine größere Geschichte angedeutet also werde ich „Am rand“ vielleicht eine Chance geben, aber ein „Will ich unbedingt lesen“-Buch ist es nicht.

Eva Schmidt – Ein langes Jahr

Jetzt will ich wissen, was mit Kerk, dem Hund, passiert ist. Die Erzählweise ist wunderbar unaufgeregt, aber trotzdem mitreißend. Ob es wirklich um Kerk geht in diesem Buch ist mir aber noch nicht klar.

Arnold Stadler - Rauschzeit

Noch so eine Leseprobe, die mir nichts sagt. Vielleicht weil ich nicht im mittleren Alter bin? Der Schreibstil gefällt mir allerdings ganz gut, aber nur wegen eines guten Schreibstils lese ich kein Buch.

Peter Stamm – Weit über das Land

Dieses hin- und her in der Zeit verwirrt mich. Ich war mir oft nicht sicher ob das jetzt eine Erinnerung ist oder ein Gedanke oder eine Vision oder was auch immer. Ein ganzes Buch könnte ich so nicht lesen.

Michelle Steinbeck – Mein Vater war ein Mann am Land und im Wasser ein Walfisch

Sperriger Titel irgendwie. Und die Leseprobe verwirrt mich. Da ist glaube ich kein einziger Satz, der wirklich Sinn macht. Oder wenn er Sinn macht tut er das einen Absatz später nicht mehr.  Sehr komisch, aber es ist ja auch laut Autoren-Vorstellung „ein bezaubernd bizarres Buch“. Zu bizarr für mich.

Cover Hool von Philipp Winkler - Aufbau Verlag
Quelle: Aufbau Verlag

Thomas von Steinaecker – Die Verteidigung des Paradieses

Äh, Dystopie? Mir kommt die Erinnerung an früher etwas zwanghaft vor. „Homie“ als Bezeichung für den Hauscomputer?  Mag vielleicht sonst gar nicht so schlecht sein, aber ich bin nicht so der Dystopie-Leser.

Anna Weidenholzer – Warum die Herren Seesterne tragen

Na super, ein Interview, das aus dem Ruder gerät. Nein, danke. Ich finde schon die Leseprobe anstrengend zu lesen. Es gibt zwar einen roten Faden aber der wirkt in mitten aller anderen Fäden ziemlich verloren und ist schwierig zu finden.

Phillip Winkler – Hool

„Hool“ fällt ein ganz kleines bisschen aus dem Rahmen. Aber ich mag die Leseprobe, auch wenn dieses Berlinerisch (? Ich bin nicht so fit was Dialekte angeht) schwer zu lesen ist. Das musste ich mir echt geistig vorlesen.



Kennst du eines der Bücher? Hast du vor eines (oder mehrere) davon zu lesen? Generell: Sind das überhaupt die besten deutschsprachigen Bücher?

Kommentare

  1. Hallo Lena,
    da hast du dir aber Mühe gemacht. Vielen Dank dafür. Ich muss ja sagen, dass ich immer so meine Probleme mit diesen Preisen habe. Oft kann ich nicht so recht nachvollziehen, weshalb jemand ausgezeichnet wird. Das ist bei subjektiven Eindrücken wohl normal. Die meisten Titel (auch aus den vergangen Jahren) finde ich meist anstrengend. Vielleicht bin ich ja auch nicht die richtige Zielgruppe...
    Ich muss zugeben, dass ich zwar vom Titel her die meisten Titel kenne, aber gelesen habe ich noch keinen.
    Liebe Grüße
    Kristin

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hallo Kristin,

      bitte gerne :) Ich habe bisher auch noch keines der "richtigen" Bücher gelesen, nur die Leseproben. Mal sehen wann ich es schaffe, mal eines der interessanten Bücher zu lesen. Im Moment bin ich so viel am Blog am basteln, dass ich kaum zum lesen komme. Und dann ist ja auch noch das Kommentierwochenende, die Grafiken dafür erstellen sich leider auch nicht von alleine. Aber dann, dann werde ich jede Menge lesen :D

      Liebe Grüße,
      Lena

      Löschen

Und was meinst du?
Lass doch einen Kommentar da, ich freue mich dann immer ganz doll :)

Powered by Blogger.