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Vermählung - Rezension

[Rezension] Homegoing

huhu,

heute habe ich eine Rezension zu einem ganz besonderen Buch für euch. Entdeckt habe ich es auf NetGalley und glücklicherweise auch tatsächlich ein Rezensionsexemplar von Penguin RandomHouse International bekommen. Danke dafür!
Und nun auf zur Rezension:

Informationen zum Buch

Quelle: Knopf (PenguinRandomHouse)

Homegoing

Yaa Gyasi

Ebook/Hardcover
320 Seiten
$13.99/$26.95 (laut Verlag)
ISBN: 9781101947135
Verlagswebsite




Erster Eindruck:

Dieses Cover ist einfach so wunderbar fröhlich und farbenfroh. Es erinnert mich vom Muster her auch an diese Stoffe, die in vielen afrikanischen Regionen gerne getragen werden.

Inhalt:

Ghana im 18. Jahrhundert: Effia und Esi sind Halbschwestern. Unbekannterweise, denn sie werden in verschiedenen Dörfern geboren. Sie werden zwei sehr unterschiedliche Leben führen: Effia als Frau eines britischen Offiziers und Esi als Sklavin in Amerika. „Homegoing“ folgt Effia, Esi und ihren Nachkommen durch die Jahrhunderte.

Meine Meinung:

Schon mal versucht ein Buch zusammenzufassen, das eigentlich aus vielen einzelnen Geschichten besteht? Von denen jede einzelne ihre Daseinsberechtigung hat und jede einzelne unglaublich spannend ist?
Yaa Gyasi hat mich mit ihrem Debütroman wirklich gepackt. Und zum nachdenken gebracht. Eigentlich kannte ich die historischen Hintergründe, die in den USA besser als die in Ghana, aber so grundlegend dachte ich wüsste ich worum es geht. Tja, falsch gedacht. Es wird alles so real durch „Homegoing“. Zwar fühlt es sich grade auf Seite von Esi-Nachfahren in Amerika etwas so an als hätte die Familie alles mal erlebt haben müssen. Aber gut, deswegen ist es ja ein Buch und keine wahre Geschichte. Yaa Gyasi hat einen wunderbaren Schreibstil, sehr direkt aber auch sehr poetisch. Wunderbar eben. Für mich fühlte es sich an als ob ich wirklich eine Geschichte erzählt bekäme, ein seltenes Talent.
Die Geschichte hat allerdings sehr viele Lücken, denn wie oben schon geschrieben besteht „Homegoing“ aus vielen einzelnen Geschichten. Aus jeder Generation bekommt ein Nachfahre das Wort und seine oder ihre Geschichte wird erzählt. Aber eben nur ein Ausschnitt aus dieser Geschichte, ein wichtiger Punkt im Leben der Person. Einige tauchen dann später nochmal in den Geschichten ihres Kindes oder Enkelkindes auf, aber man erfährt niemals alles. Auch das erinnert mich an einen Geschichtenerzähler, die meisten Märchen und Sagen bilden ja auch nur einen kurzen Ausschnitt ab.
Die Erzählweise ist auf deiner einen Seite eine große Stärke von „Homegoing“ und auf der anderen Seite auch irgendwie nicht so schön, denn dadurch fällt es einem schwerer sich in die einzelnen Charaktere reinzuversetzen. Mir hat das jetzt nicht so viel ausgemacht, da der Schreibstil und die Art und Weise, wie die beiden Stränge miteinander verbunden werden vieles wieder wett machen.

Fazit:

Unbedingt lesen. Homegoing ist nicht nur die Geschichte zweier Familien, es ist so viel mehr. Es ist die Geschichte eines ganzen Volks, die Geschichte von Rassismus und Sklaverei und die Geschichte von vielen faszinierenden Einzelpersonen.
Eine deutsche Version scheint noch nicht in Sicht zu sein, aber das kann ja noch werden.



Kommentare

  1. Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.

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  2. Tabea aka MissBooknerd24. Juni 2016 um 15:47

    Hallo!
    Danke für diese Rezension! Das Buch hört sich genau nach meinem Geschmack an und kommt direkt in die nächste Bestellung! :)
    Weiter so! Grüsse, Tabea

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    1. Huhu Tabea,

      das freut mich, dass ich dich auf Homegoing aufmerksam machen konnte :) Mir hat das Buch wirklich viel Spaß gemacht.

      Liebe Grüße,
      Lena

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