Der wilde Peter von Hameln

30. August 2015


Am 26. Mai 1828 taumelt der sechzehnjährige Kaspar Hauser über den Nürnberger Unschlittplatz. Zwei Schustergesellen wollen ihm nach Hause helfen. Er kann ihnen jedoch nicht sagen, wo er wohnt, sprach immer nur einen Satz: "Ä sechtene Reiter möcht i wähn, wie mei Vottä g'wähn is" – ein solcher Reiter möchte ich werden, wie mein Vater es war. Das Phänomen Kaspar Hauser hat nicht nur Wissenschaftler und Kriminalisten, sondern auch Schriftsteller und Dichter, Filmemacher und Künstler bis in die heutige Zeit fasziniert.
Der wilde Peter,
Ausschnitt aus
Caulfields "Portraits of Remarkable Persons"
Kinder wie wie Kaspar Hauser werden im volkssprachlichen Sinne „Wolfskinder“ genannt. Zu Einem, auf den die Bezeichnung insbesondere zutrifft, habe ich ein Buch geschrieben;

Kennt Ihr den wilden Peter von Hameln?


Nach dem medienträchtigen Kaspar Hauser geriet  der  weitaus spektakulärere  Fall des Peter aus Hameln in Vergessenheit. Ich habe die Geschichte, als Autorin historischer Romanliteratur, nun nach alten Überlieferungen, gemixt mit etwas Fantasy,  aufgeschrieben.

1724 entdeckte ein Hamelner Bürger vor den Stadttoren Hamelns einen verwilderten dreizehnjährigen Jungen mit tierischen Verhaltensweisen, nackt und nur mit einem hemdsähnlichen Stofffetzen um den Hals. Der Junge biss um sich wie ein Tier, sprach nicht und sah auch sonst einem Wolf ähnlicher, als einem Menschen. Weshalb man damals auch spekulierte, ob es Wölfe waren, die ihm Schutz und Nahrung gaben. Was sich natürlich nicht bewahrheitet. Stattdessen stellte sich mir die Frage, wie kam das Kind in den Wald, wie überlebte es zwölf Jahre und warum hatte der Kurfürst von Hannover und englische König Georg I. ein so großes Interesse an dem Knaben? Seine Verwandlung in ein menschliches Wesen und was es mit dem mysteriöse Wappen auf dem Fetzen um seinen Hals auf sich hat, ist nun in dem spannenden Historienspektakel „Das wilde Kind von Hameln“ nachzulesen.



Seit 2009, mit meinem Erfolgsroman „Die Giftmischerin“, um die Bremer Giftmörderin Gesche Gottfried, bewege ich mich auf den Spuren noch unbekannter Kriminalfälle,  und diese führen mich bis in die Zeit der Hexenverfolgung des 16./ 17 Jhr. Hierzu mein historisch verbürgter Roman, „Der Henker von Lemgo“. Wer noch mehr von meinen Geschichten um Mord, Intrigen, Liebe und Abenteuer in der frühen Neuzeit und des Barock lesen möchte - auf meiner Homepage http://autorin-bettinas-schatzkiste.jimdo.com wird er sicher fündig.

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