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Vermählung - Rezension

[Rezension] Calpurnias (r)evolutionäre Entdeckungen

Moin,
 heute möchte ich euch ein Buch vorstellen, dass ich vor ein paar Wochen aus der Bücherei ausgeliehen habe (der eine oder andere mag es auf Twitter gesehen haben ^^)
Übrigens: Wie konnte bitte dieses Buch an mir vorbei gehen? Ich muss unbedingt den Hanser Verlag mal etwas mehr beachten. Die haben echt tolle Bücher im Programm!

Informationen zum Buch

Quelle: Hanser

Calpurnias (r)evolutionäre Entdeckungen

Jacqueline Kelly

Übersetzer: Birgitt Kollmann
Hardcover
336 Seiten
16,90€
ISBN 978-3-446-24165-7
Hanser Verlag



Erster Eindruck:

Seht ihr dieses Cover? Habt ihr auch genau hingeguckt? Ist das nicht toll? Durch den Rahmen hat es so ein bisschen was von einem Notizbuch und die Pflanzen und Tiere darauf sind einfach wunderbar gezeichnet.

Inhalt:

Callie Vee, eigentlich Calpurnia, passt nicht so ganz in die Welt in der sie lebt. Mit Stricken, Sticken, Kochen und ähnlichem kann sie nicht viel anfangen. Viel lieber streift die 12-jährige alleine oder mit ihrem Großvater durch die Natur und beobachtet Tiere und Pflanzen. Es ist auch ihr Großvater der sie für Naturwissenschaften und den technischen Fortschritt begeistert. So findet Calpurnia ihren eigenen Weg ins 20. Jahrhundert…

Meine Meinung:

Ein Buch über Naturwissenschaften. Und über ein Mädchen! In der rosa Barbiewelt, die große Teile der Mädchenunterhaltung verschluckt hat etwas ganz besonderes.
Jacqueline Kelly verwebt geschickt historische Fakten mit Fiktion.  Jedem Kapitel ist dabei ein Zitat aus „Von der Entstehung der Arten“ vorangestellt. An diesem Buch versucht sich auch Calpurnia im Buch und ihr Großvater ist ein großer Verehrer Darwins. Großvater Tate ist sowieso eine tolle Figur. Er ist dieser typische weise Großvater, aber einer der auch viele schlimme Dinge erlebt hat und nur selten davon erzählt. Vom Baumwoll-Farmer und Soldat aus den Südstaaten zum Gründungsmitglied der National Geographic Society…
Insgesamt gibt es wirklich kaum etwas zu bemängeln an diesem Buch. Es zeigt sehr eindrucksvoll wozu Naturwissenschaften so alles nützlich sein können und wie wichtig es ist dem Fortschritt immer aufgeschlossen gegenüber zu stehen. Der Schreibstil ist einfach wundervoll und zeigt wie interessant und schön eigentlich ganz normale Dinge sein können.

Fazit:

Ein wunderbares Buch über das anbrechende 20. Jahrhundert und über das Erwachsenwerden. Wenn Calpurnia es vielleicht auch nicht ganz schafft ;) Ein Buch, das seines gleichen sucht. Wann gibt es mehr davon?

Band 1: Calpurnias (r)evolutionäre Entdeckungen
Band 2: Calpurnias faszinierende Forschungen

Kennt ihr dieses Buch? Welche anderen Bücher von Hanser könnt ihr mir empfehlen? Schreibt doch einfach einen Kommentar!

Kommentare

  1. Oh das spricht mich als Biologin sehr an! Das Cover ist wirklich superschön! So wandert es gleich mal auf meine Wunschliste! :)

    Liebe Grüße von Claudi

    www.claudi-liest.blogspot.de

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    1. Moin ^^
      Danke für deinen Kommentar :)
      Die Idee hinter dem Buch ist einfach toll. Es soll wohl auch noch einen zweiten Teil geben :)

      Liebe Grüße,
      Lena

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  2. Klingt sehr interessant, ich werde das Buch mal näher betrachten, auch wenn ich kein Mädchen, sondern nur Jungs zu Hause habe. ;)

    LG, Claudia

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    1. Danke für deinen Kommentar ^^

      Jungs kommen genug drin vor (bei 6 Brüdern :) ) Allerdings fürchte, das es eher eine Mädchenbuch ist.

      LG, Lena

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  3. Ich finde die Unterteilung in Mädchen- und Jungsunterhaltung an sich schon ziemlich krass. Was für Jungs gut ist, sollte für Mädchen auch gut sein, und umgekehrt. Außerdem finde ich, dass gerade die Bücher, die nicht gegendert sind, die besseren sind, sobald Autoren versuchen, nur für ein Geschlecht zu schreiben geraten sie in die Klischeefalle.

    Ich habe das Buch auch gelesen, und finde zwar, dass eine weibliche Hauptfigur Mädchen auch mehr anspricht, aber das heißt nicht, dass das Buch nicht auch was für Jungs. Wobei, mir persönlich sind auch noch keine Barbies in Büchern untergekommen ;-)

    Ja, Hanser Verlag ist nicht schlecht, die Bücher sind von der Qualitt meisten sehr gut :-)

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    1. In Büchern auch noch nicht, aber sonst überall. Heute ist ja alles pink :D

      Generell ist es denke ich einfach sich in jemanden des eigenen Geschlechts herein zu versetzen als in jemanden des anderen. Auch wenn ich als Kind/Jugendliche auch viele Bücher für Jungs gelesen habe. Mit Dolly konnte ich trotzdem mehr anfangen als mit den Jungs von Burg Schreckenstein :)

      Dieses Buch wurde ich eher als Mädchenbuch einstufen wegen der Hauptperson, aber auch weil es sehr viel auch darüber geht wie sich das Frauenbild um die Jahrhundertwende ändert und sehr viel über die damals typisch Frauenbeschäftigung geredet wird. So wie ich als 12-jährige das Gerede über Autos und Ritter und Indianer bei Burg Schreckenstein langweilig fand wird ein 12-jähriger Junge sich bei all dem Gerede über Kochen, Stricken, Sticken, Klöppeln etc, langweilen...

      Danke für deinen Kommentar,
      LG
      Lena

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    2. Hmm, und Harry Potter haben auch nur Jungs gelesen? Blöde Frage, ich weiß, aber ich persönlich bin der Meinung, dass ein gutes Buch einen Protagonisten hat, mit dem sich jeder halbwegs identifizieren kann. Und wenn wir schon bei Frau-Mann sind: Laut einer Umfrage geben Männer an, dass es ihnen weniger wichtig ist, sich mit den Figuren zu identifizieren, als dass es einen interessanten Plot, oder ein interessantes Thema gibt. Bei Frauen war das Thema auch wichtig, der Plot aber weniger.
      Und es gbt durchaus Mädels die mit Rittern und Indianern was anfangen können.

      Ich bin außerdem der Meinung, dass gerade Jungs auch was über Frauen lesen dürfen. Schließlich muss das mit dem neuen Frauenbild auch langsam bei den Männern ankommen, und da sollte man am besten früh anfangen :-)
      Und solange Calli Stricken und co. auch nicht mag, kann sich ein Juge bestimmt auch damit identifizieren :D

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Und was meinst du?
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