[Rezension] Jenseits der blauen Grenze

6. November 2014

Huhu,
nachdem ich euch mit dem Montagszitat diese Woche hoffentlich schon gut eingestimmt habe auf das Wochenthema, möchte ich euch heute ein Buch vorstellen.
Ein Interview mit der Autorin findet ihr übrigens Sonntag hier auf dem Blog!

Informationen zum Buch

Quelle: Magellan

Jenseits der blauen Grenze

Dorit Linke

Hardcover
304 Seiten
16,95€
ISBN 978-3-7348-5602-0
Verlag: Magellan




Erster Eindruck:

 Ich hatte schon einmal irgendwo hier auf dem Blog erwähnt wie toll ich die Cover der Magellan-Bücher finde, oder? Dieses ist auf jeden Fall keine Ausnahme.  Auch toll: Der Einband und farbigen Seiten hinten und vorne aber genau den gleichen Blauton. Nur etwas zu freundlich für Ostsee ist die Farbe.

Inhalt:

Hannah und Andreas stehen am Strand bei Kühlungsborn. Sie wollen aus der DDR fliehen. Das Abitur wurde ihnen verweigert, Hannah auch der Erfolg als Sportlerin und nun wollen sie einfach nur weg. In den Westen. Über die Ostsee.


Meine Meinung:

Dorit Linke schreibt sehr eindringlich. Im ersten Moment kann man fast nicht glauben was man liest. Man möchte Andreas und Hannah anschreien, ihnen sagen „Ihr seid doch verrückt!“. Aber es kommt auch gleich das Gefühl auf, dass die Flucht eigentlich keine Wahl ist. Das es einfach sein muss. In Rückblenden wird erzählt wie es überhaupt zur Flucht gekommen ist. Sie unterbrechen die Erzählung er eigentlichen Flucht immer wieder. Eigentlich mag ich diesen Aufbau mit Rückblenden nicht so gerne. Grade, wenn wie hier die Rückblenden nicht in sich chronologisch sind. Andererseits: 300 Seiten Schwimmen in der Ostsee am Stück wären auch langweilig. Und die Rückblenden sind wirklich sehr gut eingefügt in das Geschehen. Meist löst irgendetwas Hannahs Erinnerung aus und sie erzählt dann aus der Vergangenheit. Ich selbst bin erst nach dem Mauerfall geboren. Für mich existiert die DDR nur in Geschichtsbüchern. Interessantes Thema aber zum Scheitern verurteilt. So ähnlich wie die Weimarer Republik. Dorit Linke schafft es die DDR lebendig werden zu lassen.

Fazit:

Ein wirkliches gutes Buch. Ein „echter“ historischer Roman, der es schafft Vergangenes lebendig werden zu lassen ohne dabei belehren zu wollen oder sich nach Geschichtsbuch anzuhören.
Von mir gibt es daher 5 Sterne!


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