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Vermählung - Rezension

Bücher, die unbedingt verfilmt werden sollten

Filmrolle mit Posttitel-Overlay


Ja, okay. Die meisten Buchverfilmungen sind nicht so pralle, aber es gibt Geschichten, die einfach auch unglaublich gut als bewegtes Bild funktionieren würden. (Und es gibt Geschichten, von denen möchte ich nur deshalb einen Film, damit sich The Dom bei Lost In Adaptation damit auseinander setzen kann/muss xD Die sind hier aber kein Thema)

Cover Die Flüsse von London
Quelle: dtv

Die Flüsse von London

Ben Aaronovitch ist eigentlich Drehbuchautor und das kommt in seinen Büchern durch. In den Comic-Büchern kann man auch gut sehen, dass vieles von der Magie in dieser Welt in einem visuellen Medium einfach besser funktionert. Ein Werlicht zu beschreiben ist schön und gut, aber es wirklich zeigen zu können?
Es gibt für die Serie angeblich auch schon einen Interessenten nämlich die BBC. Wäre ziemlich cool, allerdings scheint sich da im Moment wenig zu tun.

Darkover

Gut, die Entwicklung einer Serie läuft hier schon eine Weile. Angeblich produziert Amazon, aber einen Zeitrahmen o.ä. gibt es noch nicht. Was auch verständlich ist: Die Darkover-Reihe umfasst mehr als 20 Bücher und diese Bücher wiederum spielen über mehrere hundert Jahre. Das ist schwierig umzusetzen, aber wenn sie es schaffen wäre es episch! Ich mein ja nur: Ein Planet mit roter Sonne, Telepathen/Magie, eine archaische Gesellschaft, Kriege, Feste…
Aber wie gesagt: Schwieriger, weil umfangreicher Stoff. Ich würde mich an Stelle der Produzenten für eine Epoche entscheiden, am ehesten für die Zeit nach der Wiederentdeckung. Und diese dann chronologisch erzählen (die Continuity –Fehler im Original können sie dabei auch gerne ausmerzen xD)

Als Hitler das rosa Kaninchen stahl

Dieses Buch ist einfach so unglaublich toll und wichtig. Ein Film würde es noch bekannter machen. Noch lebt die Autorin Judith Kerr, kann selbst noch erzählen was damals passiert ist. Es wäre so genial, wenn sie in einer Verfilmung noch eine Cameo haben könnte.
Cover Little Brother
Quelle: Rowohlt
Eigentlich wundert es mich schon fast, dass es noch nie verfilmt wurde. Es ist ja nicht nur in Deutschland sehr bekannt sondern auch in Großbritannien. Und Judith Kerr und ihr Ehemann waren beide früher bei der BBC. Aber gut.

Little Brother

Es ist so klasse. Und was man alles mit diesem Plot machen könnte! Es ist auch ein Buch, bei dem ich kein Problem hätte, wenn die Details verändert würden. An denen hänge ich nicht so. Aber die Idee mit den Jugendlichen, die sich gegen die Regierung und gegen Überwachung auflehnen ist einfach so toll.


Kennt ihr noch mehr Bücher, die unbedingt verfilmt werden sollten? Oder mögt ihr Verfilmungen gar nicht? Kennt ihr Lost In Adaptation? (Nein? Jetzt bitte auf den Kanal gehen und anfangen zu gucken, ich persönlich liebe seine Shades of Grey Videos und die Harry Potter LiA :D)

[Rezension] Der Gesang der Nachtigall

Informationen zum Buch

Quelle: Königskinder/Carlsen

Der Gesang der Nachtigall


Übersetzer: Nadine Püschel
Gebunden
336 Seiten
18,99 €
ISBN 978-3-551-56041-4
Website des Verlags


Erster Eindruck

Ich werde die Königskinder-Bücher alleine schon wegen ihres Aussehens vermissen, wenn es das Imprint ab nächstes Jahr nicht mehr gibt. “Der Gesang der Nachtigall“ hat sowohl auf als auch unter dem Schutzumschlag einen unglaublich tollen Farbverlauf


Inhalt

Seit dem Tod ihres Bruders ist alles anders. Henrys Mutter ist krank. Nur Henry scheint zu sehen, dass alle Behandlungsversuche es nur noch schlimmer machen. Aber natürlich hören Erwachsene nicht auf ein Kind.Bis auf die geheimnisvolle Moth, eine Frau, die im Wald unweit von Hope House – Henrys neuem Zuhause – lebt.


Meine Meinung

Essentiell hat Lucy Strange mit „Der Gesang der Nachtigall“ ein Buch übers Trauern geschrieben. Ein bisschen ist es aber auch ein Buch darüber, ob Erwachsen-werden wirklich etwas Erstrebenswertes ist.
Die Text auf dem Buchumschlag hört sich im ersten Moment danach an, als ob „Der Gesang der Nachtigall“ ein Fantasy-Buch ist, allerdings gibt es hier nicht wirklich Fantasy-Elemente. Wenn man von einigen Träumen von Henry mal absieht, sie ist eben sehr Fantasie-begabt und neigt dazu vor der Realität in die Welt ihrer Bücher zu fliehen.
Henry als Hauptfigur und Erzählerin ist eine ideale Entscheidung. Ein Großteil der Magie dieses Buches besteht daraus, dass man als Leser sich selbst manchmal nicht sicher ist ob sich Henry gewisse Sachen jetzt nur einbildet oder ob sie real sind. Zum Beispiel meint Henry ganz am Anfang Rauch zu riechen, aber wirklich sicher ist sie sich nicht. Als Leser ist man sich ab einem gewissen Punkt selbst unsicher: Wie vertrauenswürdig ist eine 12-Jährige als Erzählerin wirklich? Vermischt sie Fantasie und Wirklichkeit nicht ein bisschen zu sehr?


Besonders gut hat mir gefallen, dass Trauer hier nicht minimiert wird. Sondern eindeutig klar wird, dass jeder damit anders umgeht und dass die Reaktion der Menschen um einen herum die eigene Reaktion prägt. Wären schwangere Frauen 1919 nicht als eher fragil angesehen worden, wäre die Geschichte von Henrys Mutter sicher eine ganz Andere. Mit unserem heutigem Wissen über Depressionen und Trauer sowieso.
Ich hätte gerne mehr erfahren über die Tabletten, die Henrys Mutter bekommt. Meine Vermutung ist, dass es Barbiturate sind. Und da wäre das spontane Absetzen (bei der Behandlungsdauer) eher keine gute Idee. Eine Tatsache, die man vielleicht noch hätte einfließen lassen können: Es ist nicht immer einer gute Idee Tabletten einfach abzusetzen. Grade wenn es um Antidepressiva, Schlaftabletten o.ä. geht.
Und: Die Ärzte sind nicht unbedingt böse. 1919 hieß PTSD noch Shell Shock und Depressionen wurden als eine Art von Wahnsinn angesehen. Niemand hatte eine Ahnung woher psychische Erkrankungen kamen, die Psychotherapie war noch in ihren Kinderschuhen und die Medikamente, die wir heute kennen, teilweise noch nicht einmal vorstellbar. Tatsachen, die man vielleicht im Nachwort hätte erwähnen können. Zwar haben die Ärzte hier sicher auch andere Motive als nur zu helfen, aber sie wussten es eben auch nicht besser. 


Der Art und Weise wie dieses Buch geschrieben ist, erinnert mich ein wenig an die alten Kinderbuchklassiker aus Großbritannien und den USA. Wahrscheinlich ist das Absicht, die Aufmachung der deutschen Ausgabe unterstreicht das Gefühl einen Klassiker zu lesen auf jeden Fall noch. Es werden auch viele dieser Klassiker erwähnt, da Henry ein Bücherwurm ist. Besonders Märchen haben es ihr angetan, definitiv ein Pluspunkt für diesen Charakter!

Fazit

Ein fabelhaftes Buch mit einer grandiosen Hauptfigur. „Der Gesang der Nachtigall“ ist einerseits voll von magischen Momenten und andererseits in der Realität verankert.
5 Sterne


7 literarische Hexen und Zauberer, die nicht aus Harry Potter stammen



Heute ist Halloween! Bevor ich mich auf meinem Sofa verstecke, damit hier keiner auf die Idee kommt zu klingeln (und mir meine Süßigkeiten wegzunehmen…), wollte ich euch noch ein wenig über meine liebsten Hexen und Zauberer aus Büchern erzählen.

Ohne Harry Potter. Das wäre nämlich ein Beitrag für sich. Da gibt es einfach zu viele Figuren, die auf ihre Art und Weise toll sind. Es sind auch so magische sieben Figuren geworden, ganz ohne Harry Potter. Und nur ein Buch ist zwei Mal auf dieser Liste (es ist nun einmal meine Lieblingsbuchreihe).

Die Rezensionen zu diesen Büchern sind übrigens alle eher…weniger vorhanden? Also mit zwei Ausnahmen. Da sieht man mal wieder welchen kleinen Prozentsatz an gelesenen Büchern ich hier wirklich rezensiere auf dem Blog.

Merlyn

(Der König auf Camelot)
Merlyn lebt rückwärts durch die Zeit. Nein, er altert nicht rückwärts. Er altert ganz normal, aber als er geboren wurde war es vom Standpunkt des Buches aus eben schon die Zukunft. Das ist verwirrend aber irgendwie auch logisch. Eine Aussage, die das gesamte Buch aus dem diese Figur stammt sehr gut beschreibt.
Merlyn ist hier ein Lehrer und ein verdammt guter noch dazu. Deswegen mag ich ihn als Figur auch so sehr. Er ist einfach nicht der typische Zauberer obwohl er so aussieht (Er hat einen spitzen Hut! Und einen Zauberstab! Und eine Eule!), aber seine magischen Kräfte verwendet er meistens nur um dem zukünftigem König Arthur etwas beizubringen.


Mildred Hubble 

(Eine lausige Hexe)
Zugegeben: Die Bücher habe ich nie gelesen. Aber die Fernsehserie habe ich geliebt. Mildred ist quasi so ein bisschen wie Harry Potter, nur das bei ihr immer alles schief geht. Und sie ist auf einer reinen Mädchenschule. Aber eine fiese Zaubertranklehrerin hat sie auch (und ich behaupte immer noch, dass die ein Vorbild für JK Rowlings Snape war…)
Wieso genau Mildred eine Hexe ist, habe ich nie so ganz verstanden. Sie scheint wenig Ahnung zu haben von der ganzen Hexenwelt, aber wenn sie mal was richtig macht beim hexen dann ist sie wirklich gut!

Tiffany Weh 

(Scheibenwelt)
Eine Hexe, die eigentlich keine Hexe sein wollte. Aber irgendwie halt doch eine ist. Obwohl es natürlich eigentlich ganz unmöglich ist, weil eine Hexe braucht ja Steine und die Kreide ist ja weich und…
Tiffany zeigt es ihnen allen, ob nun der Elfenkönigin oder den wirklich frechen Größten (eine Art Kobold, grundsätzlich nur in Gruppen anzutreffen und immer bereit sich zu schlagen oder zu betrinken). Und am Ende trägt sie sogar ein Mitternachtskleid und sieht damit auch aus wie eine typische Hexe. Sie ist DIE Hexe für die Leute auf der Kreide und selbst die Menschen, die sie haben aufwachsen sehen respektieren sie dafür. Gar nicht so einfach, aber sie lernt sich durchzusetzen. Auch gegen die älteren Hexen.

Thomas Nightingale 

Ein Mann der einen Tiger-Panzer einfach mal so mit einem Feuerball zerlegt und eine ganze Scheune in die Luft fliegen lässt ohne auch nur eine der in ihr befindlichen Personen zu verletzen? Nightingale ist ziemlich cool, auch wenn er die 100 schon überschritten hat. Außerdem ist er very british. Vielleicht der britischste aller Zauberer. In seiner Welt auf jeden Fall, da gibt es nämlich seit dem zweiten Weltkrieg nicht mehr ganz so viel Auswahl xD
Nightingale fällt ein bisschen auch in die Lehrer-Kategorie. Allerdings hat er im Lehrer sein nicht besonders viel Erfahrung und an dem alt und weise arbeitet er noch. An dem scheinbar obligatorischen weißen Bart auch.

Peter Grant 

Ein Mensch, der mir nicht besonders ähnlich ist. Ich würde ihn trotzdem gerne treffen und über die Details dieser ganzen Magie-Sache diskutieren. Er kommt –wie viele der Hexen und Zauberer auf dieser Liste – als Außenseiter in die magische Welt. Mittlerweile ist die Reihe bei Band 6 angekommen, es sind seit dem Beginn etwa zwei oder drei Jahre vergangen und Peter ist immer noch kein richtiger Zauberer. Aber er hinterfragt immer alles und er hinterfragt eben auch wie Magie eigentlich funktioniert. Woher kommt die nötige Energie für einen Feuerball? Und warum muss das alles auf Latein sein? Sehr sympathisch diese Einstellung finde ich! (Sein Lehrer, der oben vorgestellte Thomas Nightingale, findet das eher nervig…)

Prunella Gentleman 

Diese Frau serviert den werten Herren in diesem Buch am Ende ihren Arsch auf dem Silbertablett. Mit Kirsche oben drauf. Und das als farbige (ihre Mutter stammt aus Indien, ihr Vater ist Brite) Frau in einer Welt, die der Jane Austens sehr ähnlich ist. Ich glaube, das ist so ziemlich die Definition von „starke Frauenfigur“. Eine Hexe ist sie auch noch, obwohl in diesem England nur Männer Magie ausüben (und auch nur weiße Männer, den königlichen Magier Zacharias Wyhte mal ausgenommen).

Gandalf 

(Der Hobbit, Der Herr der Ringe)
Also gut. Über den Zaubereraspekt kann man streiten. Wenn man Tolkiens Mythologie folgt sind die Zauberer auf Mittelerde eher so eine Art Halbgott (Sie gehören zu den Maiar, einer unsterblichen Gruppe von Geistwesen), aber er wird Zauberer genannt. Also kommt er auf die Liste. Gandalf ist ähnlich wie Merlyn eher ein Lehrer und weiser Führer, denn jemand der selbst Abenteuer erlebt.


Hmm, wenn ich mir das so durchlese. Es scheint in der Literatur zwei Arten von Zauberern/Hexen zu geben: Die weisen Lehrer und die Neulinge. Oder ist das nur meine Liste?

[Rezension] Die Schlange von Essex

Informationen zum Buch

Cover Die Schlange von Essex Sarah Perry
Quelle: Eichborn

Die Schlange von Essex



Übersetzer: Eva Bonné
Gebunden
492 Seiten
24,00 €
ISBN 978-3-8479-0030-6
Website des Verlags

-Rezensionsexemplar-

Inhalt

England 1890er:
Cora träumt davon ein Fossil zu finden und damit berühmt zu werden.
In Essex treibt sich angeblich eine geflügelte Schlange in den Flüssen rum.
Also fährt Cora natürlich nach Essex in der Hoffnung vielleicht ein lebendes Fossil zu finden. Dort trifft sie ausgerechnet auf Will, seines Zeichens Pfarrer. Die beiden sind sich bei so ziemlich keiner Sache einig, aber trotzdem können sie von ihren Diskussionen nicht genug bekommen.

Meine Meinung

Auf die eine oder andere Art ist mir jede der vorkommenden Personen unsympathisch. Dabei reichen die genauen Emotionen von “irgendwie seltsam“ bis “Was für ein Arschloch ist das bitte?“. Trotzdem hat mir „Die Schlange von Essex“ sehr gut gefallen, was irgendwie erstmal wie ein Widerspruch an sich klingt. Aber es ist nun mal so. Die Charaktere wurden übrigens im weiteren Buchverlauf auch nicht sympathischer.
So viel vorweg. „Die Schlange von Essex“ ist anders. Es lässt sich auch nicht wirklich in ein Genre einordnen. Roman trifft es, aber genauer wird schwierig. Da sind diverse Liebesgeschichten, aber auch der Aspekt des historischen Hintergrunds samt damit verbundener Gesellschaftskritik. Irgendwie ist es aber auch ein bisschen Mystery, schließlich geht es auch darum herauszufinden wer oder was die titelgebende Schlange ist. Nun ja, und Cora betreffend könnte man fast schon von Coming of Age sprechen. Auch wenn sie technisch gesehen bereits erwachsen ist und ein Kind hat. Aber sie ist in diesem Buch das erste Mal überhaupt einfach „nur“ Cora und muss auf niemanden Rücksicht nehmen.
Cora ist die Hauptheldin in diesem Buch, denke ich. Sie ist der Dreh- und Angelpunkt dieser Geschichte, alle anderen Figuren kommen nur darin vor, weil sie eine Verbindung zu ihr haben. Auch wenn sich die Einzelschicksale dieser Figuren teils von ihr weg entwickeln oder sie kaum konkret mit ihr zu tun haben. Das macht das Buchuniversum sehr lebendig, die unterschiedlichen Erzählperspektiven tun zu dieser Lebendigkeit auch das Ihrige. Im Laufe des Buches erweitert sich dabei die Gruppe an Personen aus deren Perspektive erzählt wird. Immer wieder wird das Buch auch von Briefen oder Tagebucheinträgen unterbrochen.
Die Handlung ist an sich jetzt nichts Besonderes. Keine große Aufgabe, keine große Liebesgeschichte und ein Drache wird auch nicht getötet. Stattdessen geht es, dem Titel zum Trotz, im Wesentlichen um ganz alltägliche Dinge. Wie reagieren Menschen auf etwas scheinbar Nicht-Erklärbares? Und was wenn das eigene Leben plötzlich ganz andere Bahnen nimmt als gedacht? Wo ist die Grenze zwischen Freundschaft und Liebe? 



Fazit 

Ein wunderbares Buch, das sich seine Preise und Nominierungen mehr als nur verdient hat. Unbedingte Leseempfehlung für alle Menschen, die auch mal ein paar hundert Seiten ohne Action überleben!
4 Sterne
4 Sterne
 

Ein Brief an Jean Webster #buchpassion


Liebe Jean Webster,

Sie sind jetzt schon über 100 Jahre tot, aber Judy und Daddy Long Legs verzaubern immer noch jede Menge Leute. Hätten Sie sich das träumen lassen?

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